Interview with Magda Kaufmann / Kunstauto
Was werden die Besucher auch der kommenden Sandbox Ausstellung von dir zu sehen bekommen?
Sie werden das “kunstauto im Minikleid” und die Ceramixed Plates, wunderbaren bemalten Porzellanteller kennenlernen…das Gemeinschaftsprojekt passt in allem zusammen: Das kunstauto (Bj. 1962) entstand in der ehemaligen DDR und die bemalten Teller sind im Anfangsstadium auch von dort. Die Geschichte der Teller und mein Kunstauto haben unabhängig voneinander (aus derselben Zeit), eine Menge zu erzählen.
Das kunstauto war ein Geschenk von Familienangehörigen. Wie kamst du auf die Idee aus dem Erbstück ein Kunststück zu machen?
Die Idee des kunstautos war eine Idee… doch ich dachte nie das die Ausbildungsstelle GFBM e.V. Reinickendorf es schaffen wird einen Schrotthaufen in ein kunstauto zu verwandeln. Dies ist das eigentliche Kunstwerk … ich bin immer noch beeindruckt.
Wie haben Tante und Onkel die Verwandlung des Autos aufgenommen?
Sie hatten es als Geschenk empfunden und sich sehr gefreut. Mein Onkel ist zwei Wochen nach dem Besuch des fertigen kunstautos gestorben, er hatte tränen in den Augen. Mehr kann ich nicht dazu sagen.
Du machst ganz verschiedene Sachen. Malerei und Objekte. Wie kamst Du zur Kunst?
Wie kommt man zur Kunst? Es scheint eine innere Sprache zu sein …ein Ewiges suchen …ob es jedoch Kunst ist kann und will ich nicht beurteilen…dieses Wort “Kunst” erscheint mir immernoch so mächtig!
Du bist 1992 nach Berlin gezogen. Was hat dich hierhin verschlagen und was gefällt dir an Berlin?
Ich hatte ein Jobangebot und hab es wahrgenommen. Berlin hat mich immer angezogen (viele Freunde lebten schon hier) für mich war es nach dem Mauerfall reizvoller. Der Gedanke, eingesperrt zu sein war mir eine Qual. Veränderung, alte Strukturen die sich langsam auflösen das war interessant für mich. So bin ich hier gelandet. Berlin ist eine wunderbare und auch nervige Stadt. Tolle Leute, viel grün.
Wie würdest Du die Berliner Kunstszene beschreiben? Was ist hier anders als in anderen Städten/Kunstszenen?
Damit habe ich mich noch nicht wirklich beschäftigt. Es gibt so wundervolle Künstler in dieser Stadt. Berlin ist befruchtend und doch ist Berlin manchmal nicht anders als ein provizdorf im tiefsten Süden, alles hat zwei Seiten.
Wird das Kunstauto auch in anderen Städten zu sehen sein?
Das wäre mein Traum, doch es ist ein altes Automobil Bj.1962 und somit öfter anfällig. Wir werden sehen.
Vielen dank für das Gespräch, Magda!
Interview: Daniel Ende
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